Archiv für den Monat Mai, 2010

Kraut- und Knollenfäule schnell bekämpfen…

Erste Symptome der Krankheit werden an Blättern und Stängeln sichtbar: Von den Blatträndern her treten dunkelbraune Flecken auf. Sie vergrößern sich rasch bei feuchtem Wetter oder starker Taubildung und bilden auf der Unterseite der Blätter einen weißen Pilzrasen, der an Schimmel erinnert. An den Enden der Pilzfäden entstehen Sporenbehälter. Die Sporen werden bei Nässe freigesetzt und dringen mit Hilfe eines Keimschlauchs aktiv in das pflanzliche Gewebe ein. Bei Temperaturen über 10 °C keimen die Sporen auch direkt aus. Der Pilz überwintert in den Knollen. Schon eine infizierte, faule Knolle kann ausreichen, um eine Epidemie in einem Kartoffelbestand zu entfachen.

Die Krautfäule der Kartoffel kann mit verschiedenen Mitteln bekämpft werden, wie zum Beispiel mit unserem COMPO Pilz-frei Polyram WG.

Die Anwendung hierbei sollte im Abstand von 10 – 14 Tagen wiederholt werden.

Kraut- und Braunfäule eine Pilzkrankheit…

Die Kraut- und Braunfäule ist eine der häufigsten Krankheiten an Tomatenpflanzen. Sie wird, wie die Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln, durch Befall mit einem Schädlingspilz verursacht. Der Erreger wird meist mit Regen- oder Gießwasser vom Boden auf die Pflanze übertragen. Die Kraut- und Braunfäule bewirkt ein rapides Bräunen und Verwelken des Blattwerkes und der Tomatenfrüchte kurz vor der Erntereife.

Vorbeugend sind daher Tomatenpflanzen so zu kultivieren, dass Gießwasser auf den Boden oder – besser – in eingegrabene Töpfchen gegossen wird, sodass vom Boden nichts an die Pflanze hochspritzt. Außerdem ist die Pflanze zum Schutz gegen Regenwasser unter Dächern zu halten. Ein Hilfsmittel bietet auch ein „Tomatenhut“, welcher über der Tomatenpflanze einen Kleinst-Regenschutz bildet.

Vorbeugend kann mit Kupfersalz-Präparaten gespritzt werden.

Ein vorbeugendes biologisches Spritzmittel besteht aus zerhackten Rhabarberblättern, welche mit kochendem Wasser übergossen werden. Nach dem Abkühlen wird dies durchgesiebt und auf die Tomaten gesprüht.

Bei starkem Befall empfehlen wir unser COMPO Ortiva® Universal Pilz-frei.

Kräuselkrankheit am Pfirsich…

Wenn ihr Bäumchen von dieser Pilzkrankheit befallen ist, werden, die vom Pilz befallenen Blattteile dick und die entstehenden Blasen verfärben sich weißlich-grün bis karminrot. Erkrankte Teile erscheinen vergrößert, fleischfarbend mit glänzender Oberfläche, das Gewebe wird leicht brüchig. Schließlich vertrocknen die Blätter und sie fallen ab. Im Juni/Juli erfolgt dann zwar meist noch ein gesunder neuer Austrieb, die Pflanze ist aber sehr geschwächt.

Die meisten Früchte fallen ab und auch die Knospenbildung für das nächste Jahr ist eingeschränkt. Bei sehr starkem Befall kann Gummifluss auftreten und ganze Triebe sterben ab, so dass der Baum nach einigen Jahren gerodet werden muss. Gelbfleischige Sorten werden besonders stark von der Kräuselkrankheit befallen. Weiß-fleischige und rotfleischige Sorten sind etwas weniger anfällig.

Die einzige Bekämpfungsmöglichkeit liegt in der Zeit, wenn die Knospen schwellen. Es dürfen nur Mittel verwendet werden, die zur Bekämpfung der Kräuselkrankheit am Pfirsich im Haus- und Kleingarten zugelassen sind. Neben kupferhaltigen Präparaten scheint auch das Pflanzenstärkungsmittel „Neudo-Vital Obst und Rosenspritzmittel“ im Einsatz gegen die Kräuselkrankheit wirksam zu sein.

Was tun gegen Schorf…

Als Apfelschorf wird die weltweit bedeutendste Erkrankung von Apfelbäumen bezeichnet und im gewerbsmäßigen Obstbaum ein großes Problem darstellt.

Hierbei handelt es sich um einen Pilz, der in Sommern mit vielen Niederschlägen Blätter und Früchte befällt. Der Befall zeigt sich an den Blättern mit matt-olivgrünen, später braunen oder schwärzlichen Flecken, was zu einem vorzeitigen Blattverlust der Bäume führt. Die Früchte weisen meist dunkler gefärbte Flecken auf, in denen meist sternförmige Risse auftreten, in die die Fäulniserregern leicht eindringen können. Damit wird die Lagerfähigkeit des Obstes beeinträchtigt. Die Früchte selbst können jedoch bedenkenlos verzehrt werden.

Das Zusammenrechen oder -harken des abgefallenen Laubes und dessen fachgerechte Kompostierung dient dem Schutz vor übermäßigem Befall. Diese Maßnahme kann aber allenfalls im Kleingarten durchgeführt werden. Der Erwerbsanbau schützt die Bäume nach wie vor durch die auf einem Warndienst (Schorfprognose) basierende, terminlich gezielte Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln, wie z.B. unser COMPO Mehltau-frei Kumulus® WG.

Birnengitterrost eine Pilzkrankheit…

Diese Pilzkrankheit ist durch die leuchtend rot-orangen Punkte auf den Blattoberseiten sehr auffällig. Aus der Blattunterseite findet man später warzenähnliche Gebilde. Jungen Obstbäumen kann diese Krankheit ernsten Schäden zufügen, bei älteren Bäumen im Hausgarten ist meist keine Bekämpfung notwendig.

Als Maßnahme sollten Sie die Pflanzen kontrollieren und keulige Verdickungen (oft mit orange-farbenen Auswüchsen) bis weit ins gesunde Holz zurückschneiden bzw. stark befallene Pflanzen ganz entfernen. Erste befallene Blätter gleich Auspflücken. Ab April eventuell mit einem Stärkungsmittel spritzen.