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Selbstgemachte Meisenknödel an dekorativen Eisenelementen

Längst sind die Zugvögel am Horizont verschwunden. Aber den heimischen Piepmätzen wird es langsam kalt – und sie freuen sich an kargen Tagen über ein bisschen Unterstützung bei der Futtersuche. Gleichzeitig verleihen die gefiederten Freunde dem Wintergarten, der Terrasse und dem Balkon ein wenig Leben und sind gerade für Kinder ein immer währendes, faszinierendes Schauspiel. Eiserne Laternenstäbe und Rankelemente sind perfekte Möglichkeiten zum Aufhängen selbstgemachter Meisenknödel. Gerade zur Adventszeit ist das gemütliche Basteln dieser hochkalorischen Köstlichkeiten eine wunderbare Familienaktivität. Zusätzlich können die Kleinen die dekorativen Elemente noch mit Efeu beranken und vielleicht sogar in einem eigenen Topf zwischen bunt gemischtem Heidekraut einstecken. So lässt sich die Köstlichkeit genau da platzieren, wo die meisten Vögel beobachtet werden. Das Ganze ist übrigens auch ein tolles Geschenk für Oma und Opa oder Onkel und Tante – und auch in Kindergärten immer gern gesehen.

Zum Selbermachen benötigen Sie echtes Pflanzenfett ohne Salz (feste Qualität), beliebiges Vogelfutter, Haferflocken (fein) und beim letzten Waldspaziergang selbst gefundene Tannenzapfen. Letztere dürfen sich während einer Nacht auf der Heizung schön spreizen, so dass zwischen den aufgestellten Schuppen viel Platz ist. Das Fett wird vorsichtig in einem Kochtopf verflüssigt. Haferflocken und Vogelfutter werden mit einem Holzlöffel eingerührt. Der eingedickte Brei sollte dann abkühlen, bis sich das Ganze etwas verfestigt. Danach wird damit der Tannenzapfen quasi gegen den Strich eingerieben, bis er zu einem dicklichen Knödel wird. Nun noch einen starken Faden oder ein Paketband einarbeiten und das ganze außerhalb der Reichweite von Katzen aufhängen. Eine gusseiserne Laterne mit Kerze zu Füßen des Stabes ermöglicht auch ein nächtliches Beobachtungsvergnügen!

Bodendecker – Eine Gartenlösung voller Überraschungen

Der Winter ist die Zeit grundlegender Gartenplanung. Gerade wenn es um die Neubegrünung von Flächen geht oder diverse Schattenpartien und andere problematischere Ecken endlich verschönt werden sollen, bieten sich Bodendecker an. Sie sind meist vorbildlich pflegeleicht und unterdrücken, solange sie immergrün und frosthart sind, zuverlässig Unkraut. Auch als Zwischenbepflanzung sind sie gut geeignet, da besonders bodenfreundlich: Ihre Wurzeln lockern die Erde auf und befeuchten sie, das organische Bodenleben und damit die Humusbildung werden gefördert.

Nicht wenige Gartenliebhaber zögern aber, Bodendecker als Flächenbepflanzung einzusetzen, in der Befürchtung, sie könne zu eintönig wirken. Dabei kann, wenn frühzeitig berücksichtigt, die Bepflanzung mit Kriechmispel & Co. ein prächtiges Farbenspiel entwickeln, saisonbedingte Überraschungen bereit halten und ein vielfältiges Bild darbieten. So können etwa viele der verschiedenen Sorten miteinander kombiniert werden. Das kann etwa in einem lange anhaltenden, farblich immer wieder variierenden Blühspektrum resultieren oder in unterschiedlichen Wuchshöhen, die durch zwischendurch eingepflanzte Gräser noch akzentuiert werden. Auch Rosen- oder Bambusinseln inmitten der Grünfläche sind wunderschöne Solitäre.

Die immer wider überraschende Vielfalt der Blattformen bietet sich für Mischpflanzungen an, die entweder in Bögen oder einem bunten Durcheinander realisiert werden. Gerade für Schattenbepflanzungen eignen sich helle und silbrige Blattfarben, die dann zu den lichtstärkeren Bereichen hin immer dunkler werden können. Im Fall der verschiedenen Heideformen können sogar faszinierende Farbverläufe inszeniert werden, die gerade im Herbst und Winter von den dann abgeblühten Rabatten ablenken. Für den Frühjahr lassen sich zwischen niedrig wachsende Sorten wie etwa der Kriechzwergmispel Zwiebelgewächse pflanzen, die aufgeblüht einen besonders schönen Kontrast zu den tief dunkelgrünen Blättern liefern.

Gestaltungselemente richtig nutzen

Wenn Gärten, Terrassen und Balkone kahl werden, scheint des Gärtners Arbeit erst einmal getan. Tatsächlich aber sind die Wintermonate die perfekte Zeit, um sich Gedanken über die grundsätzliche Struktur der Fläche zu machen. Oft sind Gärten ja organisch gewachsen, ohne einem vorab festgelegten Plan zu folgen. Da lohnt es sich, mal die Vogelperspektive einzunehmen und sich zu fragen, ob essenzielle Gestaltungselemente die bereits vorhandenen noch optisch hervorheben könnten.Generell lässt sich dabei unterscheiden zwischen hochwachsenden (vertikalen), flach wachsenden (horizontalen) und punktuellen Elementen.

Vertikale Strukturen können gewachsen oder geformt sein, etwa aus Metall oder Steinen. Sie sind, wie im Fall von Sträuchern und Hecken oder Zäunen, dafür da, den Einblick von außen zu regulieren und innerhalb des Gartens einzelne Teile voneinander abzugrenzen. Im Herbst lässt sich gut beurteilen, ob dem Garten eine “thematische” Einteilung gut täte – und auch, ob eine solche vielleicht im Sommer vermisst wurde. Lauschige Sitzplätze, späterhin berankte Bögen, eine asiatische Bambusinsel, die nach außen schützt und nach innen schmückt, sind Beispiele solch vertikaler Gestaltungsmodule.

Horizontale Elemente sind hauptsächlich Rasenflächen und mit Bodendeckern bedeckte Flächen, Wege und Wasserteiche. Sie geben dem Garten Ruhe und Homogenität, können aber häufig Auflockerung vertragen. Besonders schön sind verschiedene Texturen bei gleicher Höhe, etwa durch die abwechselnde Bepflanzung mit verschiedenen Bodendeckerarten. Auch eine Höhenvarianz, etwa durch Kriechpflanzen mit Gräsern durchsetzt, kann sehr spannend sein.

Punktuelle Module sind häufig solitär, wie bei Trögen, Skulpturen oder schönen Gartenelementen aus Metall. Sie können aber auch Inseln sein, wie eine Sitzgruppe oder eine Sammlung schöner Tontöpfe. Vor allem in kleinen Gärten können mit grazilen Metallobjekten hübsche Blickpunkte geschaffen werden, die wenig Platz beanspruchen – und gerade jetzt ein wunderbare Aufhängung für Meisenknödel sind.

Winterheide – die unterschätzte Blühpflanze

Nun ist definitiv der Herbst angekommen – und damit genau der richtige Zeitpunkt, den etwas trist werdenden Garten mit schönster Winterheide zu bepflanzen. Denn der ideale Pflanzzeitpunkt für die Erica carnea, so der lateinische Name der Schneeheide, liegt zwischen September und November. Natürlich möchte die Schneeheide auch in den anderen Jahreszeiten am Fleck verbleiben, denn sie ist eine mehrjährige Pflanze, die erst im zweiten Jahr so richtig heimisch im neuen Boden wird. Sollen karge Stellen deshalb nur für die kalten Monate mit frischen Farbflecken versehen werden, empfiehlt sich die Pflanzung in Töpfen und Schalen, die leicht versetzbar sind.

Ähnlich dem Rhododendron mag die Erika ihren Boden sauer und eher karg am liebsten. Mit nährstoffreicher Erde ist sie oft überfordert – tun Sie also bei der Pflanzung nicht zu viel des Guten, sondern betten Sie sie einfach in die ganz normale Gartenerde, der Sie eventuell einen Anteil Sand hinzufügen. Geben Sie an Wuchshilfe höchstens einmalig etwas Rhododendrondünger dazu, der dann ebenfalls einmalig im Frühjahr nochmals aufgefrischt werden kann. In der ersten Anwachszeit mag die Erika an trockenen Tagen täglich ein wenig Bewässerung; der Boden sollte spürbar feucht sein. Ihr Lieblingsstandort ist sonnig bis halbschattig.

Vor dem Pflanzen kann der Ballen der Winterheide gelockert und mit einem scharfen Messer ringsum längs eingeschnitten werden. Dann kommt er eine Weile unter Wasser, bevor er eingepflanzt und gegossen wird. Wenn Sie das erste Mal Heide pflanzen, dann machen Sie sich keine Sorgen, wenn der Ballen noch lange sichtbar bleibt: Oft entwickelt er erst nach 20 bis 24 Monaten richtige, kräftige neue Wurzeln.

Pflanzchancen im Herbst nutzen

Jetzt in den Herbstmonaten Oktober und November Nadel- oder Laubgehölze und Rosen einzupflanzen, hat einen bestechenden Grund: Noch ist der Boden nicht gefroren, die Wurzeln haben Zeit, anzuwachsen und können so im Frühling einen idealen Start hinlegen. Dies gilt vor allem für wurzelnackte Pflanzen. Sie treiben im kommenden Frühjahr um ein Vielfaches kräftiger aus, weil sie nicht mehr auf das unterirdisch ablaufende Wurzelwachstum fokussieren müssen.

Allerdings gibt es bei der Herbstpflanzung auch einiges zu bedenken. Grundsätzlich gilt immer: Die Veredlungsstelle sollte sich 5-10 cm oberhalb des Bodens befinden, die umgebende, frische Pflanzenerde sollte etwas verdichtet und dann kräftig angegossen werden. Bei Herbstpflanzungen entstehen meist dann Probleme, wenn der Wurzelballen zu hoch gepflanzt wird oder die Wurzeln nicht anwachsen und die Pflanze so mit dem Mutterboden keine fruchtbare Verbindung eingeht. Es kann dann zur Unterversorgung und Austrocknung des Ballens und in Folge zu Trockenfrostschäden kommen.

Um dem zu entgehen, sollten Wurzelballen, die im Oktober gepflanzt werden, zunächst vollkommen ausgeschüttelt werden, bis so wenig Erde wie möglich an ihnen hängt. Die Erde kann mit der vorgesehenen Pflanzerde vermischt und damit das Pflanzloch wieder aufgeschüttet werden. So kommen die Pflanzen in unmittelbaren Kontakt mit ihrem neuen Mutterboden. Unbedingt muss auf die richtige Pflanztiefe geachtet werden. Auch die Wässerung ist sehr wichtig, da die Pflanze durch die freigelegten Wurzeln zunächst weniger Wasser aufnimmt, dieses aber gleichzeitig über seine Blätter oder Nadeln verdunstet. Dies gilt vor allem bei immergünen, frostharten Nadel- und Laubgehölzen, die vor der ersten Bodendurchfrierung unbedingt eingewurzelt sein müssen.

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